Video der Woche: Das Multimeter

Wer das erste mal in seinem Leben ein Multimeter in der Hand hält und keine großartigen Vorkenntnisse in der Elektrotechnik vorzuweisen hat, kann schnell von den vielen Einstellungsmöglichkeiten überfordert werden. Bereits die Bezeichnungen können für einen Unkundigen eine kleine Herausforderung bedeuten.
Muss ich Gleichstrom (Anm.: DC – Direct Current) messen, oder ist es vielleicht doch Wechselstrom (Anm.: AC – Alternating Current) ?
Ein gutes Multimeter wird uns nicht um die Ohren fliegen, wenn wir die falsche Spannungsart wählen, jedoch sollte die Messung immer mit dem höchsten Wert begonnen werden. (Anm.: Das kleine m vor den Zahlen steht für milli)
Mit handelsüblichen Multimetern der unteren Preisklasse (Anm.: Nicht Ramschniveau) könnt ihr oftmals noch weitere Werte messen, etwa Widerstände, Transistoren, Temperaturen oder Stromstärken in Wechselspannungen.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Arbeit mit Wechselstrom von uns nicht besprochen wird und wir jedem, der über kein ausreichendes Wissen verfügt, unbedingt davon abraten. Verwendet für alle eure Schaltungen kommerzielle Netzteile, die euch eine stabile Gleichspannung liefern!

Warum uns dieser Hinweis so wichtig ist? Bereits kleine Ströme im Wechselstromnetz können zu schweren körperlichen Schäden führen und eure Gesundheit beeinflussen!
Weitere Informationen zu den Risiken findet ihr hier: Wikipedia: Wechselstrom – Biologische Wirkung auf den Menschen

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Video der Woche: Löten für Entspannte

Als Einstieg in eine neue Kategorie auf unserer Seite, speziell aus dem Bereich der Projektarbeit, möchte ich euch heute ein Video vorstellen, das in meinen Augen einen sehr ruhigen und praktischen Einstieg in die Welt des Lötens vermitteln kann.

Es ist kein Lehrvideo im klassischen Sinne, sondern es ist Teil einer Videoreihe, an deren Ende das fertige Produkt des “Hive-Projektes”, einem Retro-Computer, steht.
Ingo Kripahle, der Autor des Videos und gelernter Elektrotechniker, erklärt sehr ausführlich worauf es beim Löten ankommt und gibt Einblick in zahlreiche weitere elektronische Bauteile und deren Einsatzgebiete.

Löten lernen mit dem "Hive-Projekt"

Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, dem sei das Hive-Projekt ans Herz gelegt.
Hierbei geht es um den Bau eines Retro-Computers im Stile der Maschinen der 80er Jahre.
(c) hive-projekt.de

In nächster Zeit werden noch ein oder zwei Artikel zum Thema Löten erscheinen, in denen wir Tipps und Tricks für einen gelungenen Einstieg geben und einige Hintergrundinformationen zusammentragen werden. Da es zumindest für mich (Jan-Eric) ein recht neues Interessengebiet ist weise ich gleich an dieser Stelle darauf hin, dass die Informationen sich sicherlich nicht an fortgeschrittene Anwender richten, sondern Neueinsteiger beim Löten unterstützen sollen.

Ist Elektrotechnik etwas für Kinder?

Wie jeder Schüler stand auch ich eines Tages vor der spannenden Frage: “Was machst du nach dem Abitur?”
Heute bin ich Staatlich anerkannter Erzieher, doch meine Interessen wollte ich auch niemals verbergen und ein winziger Blick in mein Profil zeigt schnell wo diese liegen: Technik!
Wenn ich euch jetzt aber sage, was ich ursprünglich studieren wollte, dürfte die Reaktion ähnlich ausfallen, wie bei den meisten: Was?!?
Mein erster Wunsch war ein Elektrotechnik/Automatisierungstechnik Studium  … wie es dazu kam? Ein kleiner Ausflug in meinen technischen Werdegang.

Geboren bin ich 1985, einem Jahrzehnt, in dem nicht jedes zweijährige Kind schon ein Tablet bedienen kann und nichts mit Tastaturen anfangen kann, dafür aber aus jedem Bildschirm einen Touchscreen machen will. Gut so! Unseren ersten PC bekamen wir irgendwann im, oder um das Jahr 1993. Klassischer Big-Tower, i486 CPU, volle 8MB RAM (8x1MB), extra Soundkarte, Magnetband-Laufwerk für Backups, 5.25″ Floppy, 40MB HDD, kurz gesagt: ein Traum. Die dazugehörige Peripherie in Form eines 19″ Bildschirms und eines Laserdruckers leisteten uns noch 10 Jahre später ausgezeichnete Dienste. Diese Art Rechner waren nicht vom Typ “PC an und los geht’s”, hier war oft Handarbeit gefragt. Spiele hatten auch damals schon die Angewohnheit das letzte aus der Hardware raus zu holen. RAM war nicht im Überfluss vorhanden und Spiele wie “Privateer” brauchten ein wenig Starthilfe um zu funktionieren. Batch-Dateien mussten programmiert werden um auch ja noch 2kb Speicher frei zu bekommen (Anm.: Na wem sagt HIMEM.SYS noch etwas?)
Nein, ich habe das damals noch nicht programmiert, aber meinem Vater oft über die Schultern gesehen. Das Gehäuse war auch weit häufiger offen als es heute üblich ist und so war der Anblick der PC-Innereien für mich etwas ganz normales, ich durfte sogar beim Einbau unseres CD-Laufwerkes helfen (Anm.: Cool!)

Lasst uns ein paar Jahre springen, ab zu den Jahreszahlen mit einer 2 am Anfang: 2000
Jugendweihe, ein ganz wichtiger Tag für Heranwachsende. Hier erfüllte ich mir einen großen Wunsch (Anm.: Danke an meine Großeltern, für die finanzielle Möglichkeit!): ich kaufte mir das “Lego Mindstorms: Robotics Invention System”. Noch Jahre später entwickelte ich theoretische und praktische Roboter, deren Umsetzung leider viel zu oft an mangelnder Hardware scheiterte.

Technik ist mittlerweile für Kinder zu einem selbstverständlichen Begleiter geworden. Schon in jüngsten Jahren kommen sie in Kontakt mit Handys, Tablets, Fernsehern und sogar elektronischen Spielsachen, die teilweise multimedialen Alleskönnern gleichen. Ist diese Selbstverständlichkeit etwas Gutes? Diese Frage möchte ich gar nicht diskutieren, doch sehe ich im Kontakt mit Technik eine sehr elementare Frage: Können Kinder mit der Technik überhaupt etwas anfangen?
Ab wann ist der Kontakt mit dem Gebiet der Elektrotechnik sinnvoll? Reicht der Physikunterricht ab der sechsten Klasse aus, oder ist der Lehrplan viel zu abstrakt und stellt nur mangelhafte Verbindungen zu Lebenswelt der Kinder her? Überfordern wir Kinder, wenn wir versuchen ihnen das Wesen der Technik zu zeigen und ihnen auf spielerische aber praktische Weise die Welt der Elektrotechnik zu erklären?

Ich stelle mich dieser Herausforderung, wenn auch auf ungewöhnliche Art und Weise und von einer Seite, die wahrscheinlich in den Augen vieler noch weniger verständlich ist als der pure Blick auf die Technik selbst, der Robotik.
Bei aller Leistung, die Computer und Maschinen heute zu erfüllen im Stande sind, braucht es doch eines um sie mit Leben zu erfüllen: Kreativität, Erfindergeist, Ehrgeiz und eine große Portion Spaß am Experimentieren. Also Dinge, die in Kindern in ungeheurer Menge vorhanden sind. In 11 Monaten, so unser Ziel, möchten wir mit einer Vorschulgruppe sechsjähriger Kinder einer Kindertageseinrichtung in Dresden ein Roboterauto konstruieren und programmieren, das alleine ein Labyrinth durchfahren kann und in der Lage ist in einem Raum zu navigieren.
Dieses Projekt wird von uns pädagogisch aufbereitet und alle Inhalte und Methoden auf unserer Homepage veröffentlicht.

Das Ende einer Reise

Wie heißt es doch so schön, “Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende”. Eine allgemeine Weisheit, deren Aussage die Konsistenz eines alten Kaugummis hat und doch soviel Wahrheit beinhaltet, dass sie immer und immer wieder Anwendung findet.
Es war ein stolzer Tag für uns, also wir zu Beginn dieses Jahres nicht nur unseren sehr beeindruckenden Trailer, sondern auch die Neuigkeit veröffentlichen konnten, dass unser Projekt “Calad Amar” in seiner 3. finalen Version bald erscheinen wird. Ein schöner gemeinsamer Abend läutete eine neue Ära unserer Gemeinschaft ein und mit Begeisterung stürzten sich die Spieler in eine neue Welt, deren Planung bereits vor gut zwei Jahren ihren Anfang nahm. Hunderte, wenn nicht sogar tausende Stunden Arbeit wurden von fleißigen Helfern in den neuen Server investiert. Doch wie konnte es soweit kommen, dass wir heute das Ende einer Reise verkünden müssen, die so vielversprechend begann?

Vier Jahre Gemeinschaft sind eine lange Zeit für einen Zusammenschluss von Spielern, die vorwiegend von einem Thema fasziniert worden sind: Minecraft. Höhen und Tiefen haben ihre Furchen hinterlassen, lange Zeiten der Inaktivität haben zu Belastungen geführt und noch wesentlich stärkere Auswirkungen hatte ein Faktor: die Zeit.
Wir alle verändern uns, unser Leben bleibt nicht stehen, wir entwickeln uns, wir treten neue Kapitel an und unsere Interessen verlagern uns. Letztlich hatten sich unsere Vorstellungen einer idealen Spielewelt in verschiedene Richtungen bewegt. Richtungen, die nur noch schwer miteinander vereinbar waren. Unmut trat auf, entlud sich in wüsten Diskussionen und schließlich kam der Tag, da sich die Frage stellen musste: Wie viel Zeit sind wir noch bereit zu investieren?

Der Entschluss war nicht leid, war aber längst überfällig: Keine!
Nicht nur Zeit und Herzblut steckten in unserem Projekt “Calad Amar”, nein auch große Summen Geld, die wir lange Zeit bereit waren zu investieren, doch wollten wir dafür stets nur eine Kleinigkeit im Gegenzug: Anerkennung unserer geleisteten Arbeit. Doch genau diese Kleinigkeit suchten wir zuletzt vergebens und so bleibt uns an dieser Stelle nur noch eines zu sagen übrig:

Wir bedanken uns bei allen Spielern und Helfern, die uns in den vergangenen 4 Jahren dabei unterstützt haben eine Welt zu erschaffen, die uns so zusammen gebracht hat, dass noch heute, am Ende einer Reise, zusammen bringt und uns gemeinsam Abende gestalten lässt.
Vielen Dank für Euer Vertrauen ins uns und unsere Arbeit und wir hoffen, dass wir auch in den nächsten Monaten und vielleicht Jahren die eine oder andere gemeinsame Erfahrung sammeln werden.

Euer Team vom Grundbaustein e.V.

Ein Nachruf

Es gibt Momente im Leben in denen einem bewusst wird, dass das Internet weit mehr ist als ein anonymer Ort.
Wir verbringen Stunden, Tage, Monate unseres Lebens in dieser virtuellen Welt, lernen Personen kennen, verbringen gemeinsam Zeit mit ihnen, lernen sie wertzuschätzen oder werden sogar Freunde.
Eine dieser Personen, die ich über viele Monate hinweg begleiten durfte, war ein junger Mann, der durch einen tragischen Unfall zu Beginn des Jahres aus seinem jungen Leben gerissen wurde. Ich möchte nicht viele Worte verlieren, sondern einer Stimme aus unserem Vereinsumfeld einen Raum zur Trauer bieten.

 

Liebe Calad-Amar Community,

ich habe die schwere Aufgabe euch nun folgendes mitzuteilen: Am 25. Januar 2014 verstarb Matthias Paul Hartmann, hier besser bekannt als Adanos1010, an den Folgen eines Autounfalls.
Am 21. März erreichte auch uns die Nachricht über sein dahinscheiden, nachdem einige von uns ihm am Vortag zum Geburtstag gratulieren wollten. Auf diese Nachricht folgte fassungsloses Schweigen, viele Tränen und vor allem die Frage nach dem Warum. Spontan kramten wir alte Bilder und Nachrichten raus und schwelgten in Erinnerungen. Auch richteten wir einige Gedenkstätten für ihn ein.
Seit knapp zwei Jahren war Adanos ein Teil unserer Spielergemeinschaft, anfangs als einzelner Spieler, wurde er kurz nach seiner Ankunft in Calad Amar Bürger von Lagos. Später zog er mit einigen anderen Spielern aus und gründete die Stadt Haven. In großen Gruppen zogen wir dann los um die Kreaturen der Finsternis aus unserer Welt zu vertreiben. Er half bei der Gestaltung der Spielwelt indem er Dungeons und Quest entwarf und aufbaute und wurde schließlich zum Mitglied des Staffs ernannt.
Mit seiner fröhlichen und oft auch sehr tollpatschigen Art prägte er das Bild des Servers und der Gemeinschaft. Er vertrieb schlechte Laune sobald er in den Teamspeak kam und hinterließ uns viele schöne Erinnerungen. Mit seinem Dahinscheiden hinterlässt er großes ein Loch in dem Leben vieler Menschen.

Wir werden dich vermissen Ada!

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jes. 43,1)

 

Bild von Matthias Paul Hartmann

Nachruf an Matthias Paul Hartmann