Das Prinzip Minecraft

Ich möchte in diesem Artikel näher auf das “Prinzip Minecraft” eingehen, eine Kombination verschiedenster Spielelemente aufbauend auf einem simplen, aber hoch motivierenden Spielprinzip.

Als “Flaggschiff” unseres Vereins liegt uns unser Minecraftserver “Calad Amar” besonders am Herzen, bindet er doch junge und ältere Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an ein gemeinsames und abwechslungsreiches Hobby: Minecraft.

Was ist es, dass Spieler aus so vielen Bereichen der Gesellschaft anspricht und sie über Monate und Jahre an ein Spiel fesselt?
Freunden habe ich Minecraft stets als eine Art Lego am Computer beschrieben. Eine schier endlose Welt, bestehend aus Blöcken unterschiedlichster Materialien, die sich beliebig abbauen, kombinieren und weiterverarbeiten lassen.
Doch dies ist nicht der ganze Reiz, den Minecraft ausmacht, es sind auch leichte Rollenspielelemente, wie Charaktere und Erfahrungsstufen, die den Spieler zum Weitermachen motivieren sollen. Es sind Friedtiere, welche sich züchten lassen, Monster, die Herausforderungen bieten, vor allem aber die Möglichkeit die Welt zusammen mit Freunden und fremden Spielern gemeinsam zum Leben zu erwecken. Einen Mikrokosmos zu schaffen und Strukturen zu entwickeln.

Das Prinzip Minecraft

Minecraft

Seinen größten Erfolg aber verdankt das Spiel einer Gemeinschaft aus Entwicklern und engagierten Spielern, die hunderte und tausende Stunden Arbeit in die Entwicklung von Schnittstellen und Erweiterungen investieren, um die Welt und das Spielgefühl nach ihren Wünschen zu formen. Es ist gleichermaßen ein Anreiz des Spielens, wie des Entwickelns, was Hand in Hand geht und auch heute noch, nach über 3 Jahren des Bestehens von Darkcraft – Calad Amar, immer neue Herausforderungen schafft.

In den Jahren haben sich viele Hobbyprogrammierer an sogenannten Clonen (Eine nahezu identische Kopie eines Spiels, die Spielmechanik und -aufbau nachstellen soll) versucht. Entwicklergruppen das System adaptiert und doch hat Minecraft in seinem Ursprung das Feuer am Leben gehalten. Wir, der harte Kern von Calad Amar, Moderatoren, Administratoren und vor allem die Entwickler, die seit mehr als zwei Jahren aktiv an der Entwicklung und Umsetzung eigener Konzepte arbeiten und dabei zweifelsohne sehr viel gelernt haben, hatten Höhen und Tiefen, kreative Phasen und “Flauten” und doch hat es uns stets zurückgezogen. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre, in denen Calad Amar sich hoffentlich wird halten können und vielen vertrauten aber auch neuen Spielern eine anregende Heimat wird bieten können.

Danke Minecraft, danke Mojang!

Bei aller Euphorie möchten wir dennoch die Gelegenheit ergreifen und auf eine Neuentdeckung eingehen, die das “Prinzip Minecraft” auf ein ganz neues Level heben kann und dessen Entwicklung wir nach einer Spielzeit von über 60 Stunden in der Alpha 1 (die erste öffentlich zugängliche Version des Spiels im experimentellen Stadium) mit Interesse und Spannung verfolgen werden.
“7 Days to Die” (folgend als 7D2D bezeichnet)

Um an dieser Stelle unserem Bildungsauftrag gerecht zu werden möchten wir darauf hinweisen, dass das Spiel im Stadium der Entwicklung keine FSK-Einstufung hat und wir es auf Grundlage unserer Erfahrung als “Ab 18” einschätzen. Es handelt sich also im Gegensatz zu Minecraft um kein altersübergreifendes Spiel, sondern richtet sich ausnahmsweise an ein älteres Publikum.

7D2D verbindet klassische Spielelemente von First-Person-Shootern (Ego-Shootern), Rollenspielen, aber auch sämtliche Minecraft-typischen Aspekte, angefangen beim Aufbau der Welt (Voxel-Grafik), des Handwerks, des Bauens, und des Spielverlaufs selber. Ist es also doch nicht viel mehr als ein Klon von Minecraft?
Möglich und doch sind viele Aspekte des Spiels bereits jetzt ausgefeilter, umfangreicher und performanter (flüssiger, leistungsschonender) als in Minecraft nach vielen Jahren der Entwicklung. Die Performance profitiert hierbei besonders durch den Umstand, dass im Gegensatz zum auf Java basierenden Minecraft, 7D2D die Unity-Engine nutzt.

Während Minecraft auf einer eher friedlichen Schaffensatmosphäre aufbaut, liegt der spielerische Schwerpunkt von 7D2D auf dem Kampf ums Überleben, der Verteidigung und Erschaffung sicherer Unterschlupfe.
Kommt Minecraft noch mit einem 3×3 Handwerksfeld aus, nutzt 7D2D ein 5×5 Raster, wodurch sich eine deutlich umfangreichere Handwerksbibliothek ergibt. Verzichtet Minecraft am Tage komplett auf die Erschaffung von Monstern, sind diese in 7D2D lediglich langsamer im Licht. Bei Nacht kommen sie in 7D2D sogar in Horden auf befestigte udn beleuchtete Anlagen zu gestürmt. Im Großen und Ganzen lässt sich also sagen, dass Minecraft in der Tat ein recht harmloses Spielvergnügen bietet und Seven Days to Die den Spieler fordert und fördert, in jeder Nacht aufs Neue um das Überleben zu kämpfen, sei es durch immer ausgefeiltere Verteidigungsanlagen, gezielte Passivität oder den Einsatz aller im Arsenal befindlichen Werkzeuge und Waffen.

Das Prinzip Minecraft wird durch 7D2D also nicht nur kopiert, sondern von einer ganz neuen Seite betrachtet und erweitert.
Ob die Entwickler ihre Chance nutzen und rund um ihr Spiel eine ebenso fleißige und engagierte Gemeinschaft aufbauen können und diese durch regelmäßige Aktualisierungen und das Anbieten von Schnittstellen bei Laune halten, können wir uns an dieser Stelle nur Wünschen.

Jan-Eric Dreßler Über Jan-Eric Dreßler

Staatlich anerkannter Erzieher
Vorstandsvorsitzender "Grundbaustein" e.V.
Serveradministrator "Grundbaustein" e.V. (inkl. aller Domains)

Kommentare

  1. Hi Jan-Eric,
    netter Artikel und super getroffen – bin selbst geisterter MineCrafter und Blogger und ich muss sagen Du hast die Faszination schon gut beschrieben 😉 Es muss etwas an sich haben, sind schließlich schon über 20 Millionen Nutzer!

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