Minecraft Screenshot

Minecraft Erfahrungsbericht Nr. 1

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und einen kleinen Minecraft Erfahrungsbericht eines unserer Spieler veröffentlichen.
Er schildert kurz und prägnant seinen Werdegang im reelen und virtuellen Leben der vergangenen anderthalb Jahre.

Wie sich mein reales Leben und mein virtuelles Leben entwickelten

Sommer 2011. Meine damalige Freundin war lange 3 Wochen im Urlaub, weshalb es mir an dem ein oder anderen Abend etwas langweilig wurde. Tja, was macht man dann? Film schauen? Wird nach einiger Zeit langweilig. Zocken? Nein, keine Lust. YouTube anschmeißen, lustige Videos schauen. Ja genau das ist doch toll. Nach einiger Zeit stieß ich auf ein interessantes Video. Jemand spielte ein Spiel und redete dazu während er in einer Höhle herum irrte. Es war Gronkh, in einem sogenannten „Let´s Play“. Totales Neuland für mich! Keine 20 Minuten später wagte ich mich an die kostenlose 90-minütige Testversion. Als die Zeit rum war, war auch schon das Original gekauft und in Betrieb. Das Spiel beginnt! Aber erst mal im Singleplayer.

Gestrandet an einem Strand, ohne Ausrüstung, ohne jegliche Ahnung was zu tun ist. Wie kann das nur gut gehen? Gar nicht! Die ersten Ingame-Tage lief man tagsüber durch die Gegend und nachts wartete man Ewigkeiten in einem kleinen Erdloch auf den nächsten Tag. Die Nächte in den Erdlöchern verbrachte ich mit dem Minecraft-Wikipedia. Ach was, es gibt Schwerter mit denen man die angreifenden Monster abwehren kann? Was, sogar Rüstungen? Ach man kann sogar Nahrung anpflanzen? Toll, was es nicht alles gibt!

Es vergingen ein paar dutzend Tage, die Freundin, welche inzwischen wieder aus dem Urlaub zurück war, regte sich über meine gestiegene Aktivität am PC auf, das Minecraft-Wikipedia war größtenteils durchforstet und die ersten Häuser und Burgen, selbstverständlich aus billigsten Mitteln errichtet, standen soweit.
Der gute Herr Persson freute sich inzwischen auch über 3 weitere zahlende Kunden. Ich sollte in dem Marketingbereich wechseln… naja, zurück zum Thema.

Minecraft Screenshot

Herbst 2011. Meine Karte im Singleplayer sah toll aus. Die Burg war fertig, die Gärten sahen toll aus, die Monster hielten Abstand. Wunderbar, so macht das doch Spaß. Leider Nein, ab dem Moment war es nicht mehr so spannend. Es wird Zeit sich ins Multiplayer zu wagen. Nach ein paar Tagen fand ich einen tollen Server. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht zusammen die Welt zu erkunden, zusammen zu bauen, zusammen zu kämpfen. Ganze Städte entstanden, Landschaften wurden verändert. Minecraft – ein Spiel – förderte eindeutig die Teamfähigkeit, weit mehr als manch andere Onlinespiele. Die Wochen und Monate vergingen.

Winter 2011. Die Freundin gibt’s mittlerweile nicht mehr, keine Angst, es hat andere Gründe. Alle paar Wochen gab es ein Update und dementsprechend immer viel zum Entdecken.
Die Finger, wundgeschrieben nach all den vielen Wochen und Monate im Multiplayer, schrien nach einer Pause. Man bot mir an auf den serverinternen Teamspeakserver zu kommen. Kurze Zeit später wagte ich mich tatsächlich ins nächste Neuland. Anfänglich natürlich sehr ruhig, es waren schließlich fremde Personen! Die Wochen und Monate verstrichen…

Sommer 2012. Inzwischen wurde sogar die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Minecraft war nicht mehr nur ein einfaches Spiel. Man loggte sich ein, sowohl ins Spiel als auch auf den Teamspeakserver. Man bequatschte nicht nur Dinge über das Spiel. Nein, es wird inzwischen sogar über Politik, Privatleben und Urlaub geredet. Nach einem langen und harten Arbeitstag hat man nicht immer die Kraft oder Lust im Realen Leben loszuziehen, bzw. lohnte es sich zeitlich nicht immer. Kein Problem, Headset auf, Teamspeak und Minecraft an und noch schnell ne halbe Stunden Spaß haben.
Die Monate vergingen.

Sommer 2013. Mittlerweile wurde nicht nur der Multiplayerserver, sonder gleich noch der Wohnort sowie den Arbeitgeber gewechselt. Der Freundeskreis im realen sowie virtuellen Leben verschob sich, neue Leute kamen, einige alte bleiben auf der Strecke. Im Spiel selbst veränderte sich auch immer viel.

Heute. Zufrieden rückblickend auf die letzten 2 Jahre Minecraft fragt man sich: Hat es sich gelohnt? Hat man zu viel Zeit investiert? Was wäre passiert, wenn ich damals nicht auf das You-Tube-Video gestoßen wäre? Tja, man weiß es nicht. Aber bereuen tue ich es nicht. Mal schauen was die Zukunft bringt.

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